Bergwacht Bad Kohlgrub - bergwacht

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Bergwacht Bad Kohlgrub

 

Bergwacht

Man fragt sich natürlich, was der Name „Bergwacht“ eigentlich mit dem heutigen bekannten Such- und Rettungsdienst zu tun hat.

Ursprünglich wurde die Bergwacht aufgestellt um, sagen wir mal – die einfallenden, marodierenden Touristenhorden aus München und Landsberg -, daran zu hindern, Enzian und  Silberdistel zu entwenden, bzw. zu verhindern, dass zu viel Schaden angerichtet wurden.
Der frühe Naturschutz, könnte man sagen.

Aus den anfänglich sich noch in Grenzen haltenden Tourismus entwickelte sich, für die damaligen Verhältnisse, bald schon ein Massentourismus. Und zunehmend stellte sich die Frage, wie man Personen, welche sich auf dem Hörnle verletzt hatten, denn ins Tal bringen soll.

Aus dieser Umstand entwickelte sich bis zum heutigen Zeitpunkt die Organisation „Bergwacht“.


Die nachfolgenden Informationen wurden zum Großteil dem Heft "50 Jahre Bergwacht und Rotes Kreuz Bad Kohlgrub" entnommen und teilweise abgeändert.

Falls Bilder vorhanden sind, hier in dieser Spalte auf das angezeigt Bild klicken

 

1938
Die Anfänge der Bergwacht in Bad Kohlgrub

Als in den 30er Jahren der Wintersport immer mehr aus den Städten anzog, gab es auf den Skihängen am Hörnle immer wieder Unfälle.

Die Bergung der Unfallopfer überforderte die Bad Kohlgruber Einwohner sowohl in räumlicher als auch in materieller Hinsicht, da bis zu diesem Zeitpunkt die Nachbarschaftshilfe üblich war, jedoch keine Hilfe für „Auswärtige“ vorgesehen war.

1938 erkannte die Bad  Kohlgruber die Notwendigkeit, die Bergung der Verunfallten am Hörnle sicherzustellen. Die Frauen und Männer der ersten Stunde waren:


• Magdalena Bocksberger
• Paula Eberl
• Anni Sailer
• Rochus Hagn

• Rudolf Greif
• Alois Schwaller
• Gustl Wimmer


 
 

1939 - 1945
Der 2. Weltkrieg durchkreuzte den Aufbau des Gebirgsrettungsdienstes im Roten Kreuz.

 
 

Neuanfang nach dem 2. Weltkrieg
Kaum aus dem 2. Weltkrieg zurückgekehrt, begannen Rochus Hagn und Dr. Leonhard Kopp damit, Menschen für die Idee des Roten Kreuzes zu gewinnen.
Das Leben in der Bad Kohlgruber Rot-Kreuz-Gemeinschaft (Bergwacht) begann wieder.
Zu den Ersten, damals noch RK gehörten: Rochus Hagn, August Wimmer, Alois Schwaller, Rudolf Greif.

Im Herbst 1948 fanden sich im alten Lehrerhaus ein Gruppe Kohlgruberinnen und Kohlgruber zu ersten Sanitätskurs zusammen.
Von den Frauen und Männern, die aktive in der Rot-Kreuz- und Bergwachtarbeit waren, halten / hielten

  • Elisabeth Kalusche

  • Martin Freisl

  • Karl Hagn

  • Hans Schwazer

  • Michael Stichander


der Bad Kohlgruber Sanitätskolonne und der Bergwacht bis heute die Treue.

 
 

Die etwas andere Organisationsstuktur
Bedingt durch die Einwohnerzahl von Bad Kohlgrub (ca. 2000), fanden sich naturgemäß nur eine relative geringe Anzahl Einwohner für gemeinnützige Arbeit im Rahmen der Rot Kreuz- und Bergwachtarbeit.
Um kein Konkurrenzdenken aufkommen zu lassen, fand man in Bad Kohlgrub folgende Lösung: Sanitätskolonne und Bergwacht stehen unter einer einheitlichen Leitung, und wer bei der Bergwacht ist, übernimmt auch Aufgaben im Rahmen der Sanitätskolonnenarbeit.
Bisher hat sich für Bad Kohlgrub diese Regelung bewährt.


 
 

1954 - Am Hörnle ist die Bergwacht gefordert

Mit der Fertigstellung der Hörnle-Schwebebahn 1954 kamen durch den wachsenden Winterbetrieb neue Aufgaben auf die Bergwacht Bad Kohlgrub zu.
Anfang der 50 Jahre wurde die Struktur der Bergwacht mit Sicht auf die neuen Aufgaben umgestellt.
War die Bergwacht Bad Kohlgrub bis zu diesem Zeitpunkt ein Zug der Oberammergauer Bergwachtbereitschaft sowie der Oberammergauer Sanitätskolonne, wurde sie jetzt eine selbstständige Bergwachtbereitschaft und Sanitätskolonne.

In dieser Zeit stießen immer mehr junge Menschen zur Bergwacht Bad Kohlgrub. Um die Aufgaben des Winterdienstes gerecht werden zu können, wurde die Winterausbildung der Bergwacht Bad Kohlgrub intensiviert.

Relativ schnell zeigte sich die Notwendigkeit ab, am Hörnle einen Stützpunkt für die Bergwachtbereitschaft zu schaffen.
Anfänglich wurde dies durch einen Anbau an der Bergstation der Hörnle-Schwebebahn erreicht.

Bergwacht Bad Kohlgrub - Bergwachtstation am Hörnle 1954
 

1960 – die Bergwachtstation am Hörnle – Almgatterl
Es zeigt sich, dass die Bergwachtstation an der Bergstation nicht ideal war, um einen effektiven Rettungsdienst direkt an der Piste zu gewährleisten.

So griff man eine Idee von Michel Hilber auf, am Almgatterl eine eigene Bergwachthütte zu bauen.
Nach Gesprächen mit dem Eigentümer Sonnabaur und der Überlassung gegen einen kleinen Pachtzins (welcher übrings jährlich der Bergwacht gespendet wird) begannen die Arbeiten an der Bergwachthütte.

Bergwacht Bad Kohlgrub - Baubeginn der eigenen Bergwachthütte 1960
 

1963 – die Einweihung der Bergwachthütte
Im September 1963 wurde die fertige Bergwachthütte am Hörnle dann eingeweiht, unter den zahlreichen Gästen waren u.a. vertreten:

Professor Fritz Lense – Vorsitzender des Bergwacht-Landesausschusses
Alfred Buchberger – Abschnittsleiter
Karl Eitzenberger – Geschäftsstelle Garmisch-Partenkirchen
Hans Rainer – Bürgermeister Bad Kohlgrub


Bergwacht Bad Kohlgrub Einweihung der Bergwachthütte 1963 Rochus Hagn
 

1968 Ära Rochus Hagn
Nachdem Rochus Hagn 1968 verstarb wurde die Bergwachthütte Ihm zu Ehren  in „Rochus-Hagn-Hütte“ benannt.

 
 

1969 Bergwachtraum mit Depot
Dank der Gemeinde gelang des der Bereitschafts- und Kolonnenleitung einen Raum im „Haus der Kurgäste“ zu bekommen.
Dieser Raum war für lange Zeit die Heimat der Bergwacht Bad Kohlgrub.

 
 

1972 – 1996 Sanitätswache Murnau
Durch die Verlegung der Sanitätswache nach Garmisch-Partenkirchen konnte die Versorgung der Wache durch ehrenamtliche Kräfte nicht mehr sichergestellt werden.
Um eine Benachteiligung des nördlichen Landkreises zu bewahren, erklärte isch die Bergwacht und Frauenbereitschaft Bad Kohlgrub bereit, an den Wochenenden Personal für den Rettungsdienst, Krankentransport zur Verfügung zu stellen.
Durch die immer stärkere Belastung der Bergwachtler und Sanitäter durch Ausbildung und Einsätze in Bad Kohlgrub endete diese Unterstützung 1996

 
 

1986 VW-Bus als Bergwachtauto
Am 31.05.1986 bekam die Bergwacht Bad Kohlgrub einen VW-Bus mit vollständiger medizinischer Ausstattung. Somit musste die Bergwacht keine Privatfahrzeuge mehr einsetzen.

VW Bus der Bergwacht Bad Kohlgrub 1985
 

1996 Iveco Turbo Daily
Der Iveco Turbo Daily ersetzte den VW-Bus, der etliche Alterserscheinung aufzuweisen hatte.

IVeco der Bergwacht Bad Kohlgrub
 

2001 - Umbau und Erweiterung der Bergwachthütte
2001 wurden umfangreiche Umbauarbeiten an der Bergwachthütte durchgeführt

 
 

27.09.2003  - 40 Jahre Bergwachthütte
Und schon sind 40 Jahre rum, eine Feier und Einsegnung anlässlich der 40 Jahre Bergwachthütte.

 
 

September 2013
50 Jahre Bergwachthütte am Hörnle

Bergwacht Bad Kohlgrub - 50 Jahre Bergwachthütte am Hörnle
 

Oktober 2013 Einweihung des Bergwachthauses
Nachdem viel Arbeit in die Instandsetzung des Bergwachthauses aufgebracht wurde war es im Dezember soweit.
Die Einweihung des Bergwachthauses erfolgte.
Bilder sind auch in der Galerie zu finden.

Einweihung des Bergwachthauses Bergwacht Bad Kohlgrub
 

Oktober 2013 Neues Einsatzfahrzeug
In Verbindung mit der Einweihung des Bergwachthauses wurde auch das neue Einsatzfahrzeug vorgestellt.
Der VW Amarok mit Sonderaufbau ersetzt den nicht immer heißgeliebten Mercedes G, der dann doch schon in die Jahre gekommen war.

VW Amarok der Bergwacht Bad Kohlgrub
 

November 2013 Das G-Modell geht in Rente


Nun darf er auf das Altenteil, unvergessen sind wohl die Einsätze, die mit dem G-Modell betritten wurden.
Unvergessen bleibt wohl auch die zum Schluß wohl etwas asthmakranke Sondersignalanlage, welche den Einsatz der Bergwacht Bad Kohlgrub schon von Weitem ankündigte.
Der Klang sorgte dafür, daß die Bergwacht Bad Kohlgrub ein im Landkreis nicht verwechselbares Einsatzsignal hatte.

G-Modell Bergwacht Bad Kohlgrub
 
 
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